Trennung von „st“

Wie bereits erwähnt, darf die Buchstabenverbindung „st“ nach der Reform der deutschen Rechtschreibung getrennt werden.

Ab sofort gilt die generelle Regel, dass „st“ niemals getrennt werden darf, nicht mehr. Hierbei wird jetzt das Prinzip angewendet, dass, wenn mehrere Konsonanten hintereinander folgen, der letzte dieser Buchstaben auf die neue Zeile gesetzt wird.

So wurde schon immer getrennt, denke man nur einmal an die Beispiele:
Rap-pe, Kar-ren, Kar-tof-fel oder Blät-ter.

Die Ausnahme, die beim „st“ bisher gemacht wurde, erschien daher auch vielen Schreibenden unlogisch und es war besonders für die Schreibanfänger schwer, die Regel zu erlernen.
Die Trennung von „st“ erfolgt jetzt, wie auch bei den anderen Buchstabenverbindungen üblich, nach dem Prinzip der Trennung der Sprechsilben, die erkennbar werden, wenn der Schreibende ein Wort langsam spricht und es in seine Silben zerfallen lässt.

Wer sich dafür interessiert, wie es zu der Ausnahmeregelung kam:

Sie stammt wahrscheinlich aus dem Druckwesen. Hier werden so genannte Ligaturen benutzt, das sind Buchstabenverbindungen, die auf einen Kegel aufgebracht werden. Auf einem dieser Kegel waren das s und das t in Kombination untergebracht, konnten daher nicht getrennt werden.

Ein Schriftstück, das gedruckt werden sollte, hätte ohnehin nicht in der getrennten Variante entstehen können, daher kommt vermutlich die Regelung, dass die Buchstabenkombination „st“ nicht getrennt werden darf. So konnten von vornherein Fehler ausgeschlossen werden.

Andere Fälle, bei denen vor der Rechtschreibreform verschiedene Trennungsregeln angewendet wurden, werden in Punkt 40 („Trennung von Fremdwörtern mit Konsonantenverbindungen mit l, n oder r“) behandelt.

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Keine Abtrennung einzelner Vokale

Wie dies schon früher üblich war, darf auch nach der Reform der deutschen Rechtschreibung ein einzelner Vokal, der sich am Wortanfang befindet, nicht vom übrigen Wort abgetrennt werden.

Die Trennungen, die einen einzelnen Vokal vom restlichen Wort trennen, bewirken ohnehin kaum eine Ersparnis von Platz, wenn man einmal an die Beispiele a-ber, E-mil oder E-kel denkt.

Mit der Trennung eines Wortes soll aber eine Ersparnis von Platz erreicht werden, daher ist es nicht zulässig, einzelne Vokale am Wortanfang zu trennen. Aufgehoben wurde aber die Regel, dass auch ein einzelner Vokal, der sich in der Mitte eines Wortes befindet, nicht getrennt werden darf.

Der Grund für das Aufheben der Regel ist, dass die Trennung eines Wortes den Sprechsilben entsprechend möglich sein soll. Diese Trennung ergibt sich, wenn der Schreibende ein Wort langsam spricht, so dass es sprachlich gesehen in seine einzelnen Silben zerfallen kann. Beispiele für diese Möglichkeit der Trennung sind: Last-esel, Wald-ameise oder Fluss-ufer. In jedem dieser Fälle steht der Vokal auf der neuen Zeile und bildet damit den Beginn der zweiten Worthälfte. Es ist sogar möglich, den einzelnen Vokal aus der Wortmitte zu trennen. Beispiele dafür sind: Staats-o-ber-haupt oder Schloss-ru-i-ne.

Trennung von Doppellauten

Schon immer war die Trennung von Doppellauten am Wortanfang erlaubt. Solche Doppellaute kommen zum Beispiel in den Wörtern Außenanlage (getrennt: Au-ßen-an-la-ge), Augenlaser (getrennt: Au-gen-la-ser) oder Eule (getrennt: Eu-le) vor.

Durch Trennung den Lesefluss nicht behindern

Es sollte jedoch grundsätzlich vermieden werden, Trennungen vorzunehmen, die eher verwirrend wirken, als wirklich hilfreich, denn sie behindern nur den Lesefluss.

Dieser Grundsatz sollte immer beherzigt werden, nicht nur, wenn es darum geht, einzelne Vokale vom Rest des Wortes abzutrennen. Auch wenn die Trennung bei solchen Wörtern theoretisch möglich ist, kommt es bei Trennung an ungünstiger Stelle nur zu Missverständnissen.

Ein Beispiel dafür ist das bereits in einem anderen Punkt erwähnte Musikerleben: Getrennt in Musiker-leben beschreibt es das Leben eines Musikers, getrennt in Musik-erleben kann darunter das Hörerlebnis verstanden werden.

Das Wort ist immer noch dasselbe, inhaltlich gesehen kann aber ein großes Missverständnis durch die ungünstige Platzierung des Trennungsstriches beim Leser hervorgerufen werden.

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„Ck“ wird nicht getrennt

Generell gilt nach der Reform der deutschen Rechtschreibung die Regel, dass die Buchstabenverbindung „ck“ nicht mehr getrennt werden darf.

Wurde es vor der Reform nötig, ein Wort zu trennen, das die Buchstaben „ck“ in Kombination enthielt, so entfiel das „c“ und wurde zu „k“.

Aus „ck“ wurde nach der Trennung also „kk“. Dies stellte insofern kein allzu großes Problem dar, da die Trennung solcher Wörter ohnehin nicht sehr oft vorkam.

Trennung von ch

Die neue Regelung kann aber eine enorme Erleichterung beim Schreiben darstellen, denn sie betrachtet die Buchstaben nicht mehr als einzelne Buchstaben, sondern als Verbindung solcher.

Die Vereinfachung gilt besonders für Schreibende, die am Rechner arbeiten. Die wenigsten Rechtschreibprogramme erkannten nämlich die richtige Schreibung der Trennung von „ck“. Es wurde entweder gar nicht getrennt oder das „c“ blieb erhalten.

Nun musste der Schreibende zum einen natürlich besonders gut aufpassen, an welcher Stelle die automatische Silbentrennung die Trennung gesetzt hat und musste zum anderen die Stelle immer per Hand korrigieren, also an diese zurückgehen und das „k“ selbst eintragen.

Sehr eigenwillige Rechtschreibprogramme machten die Änderung einfach wieder rückgängig oder zählten sie als Fehler an.

Zu dieser Handarbeit kam noch ein weiterer Nachteil hinzu: Stellte sich bei der Überarbeitung des Textes heraus, dass durch Löschung oder Verschiebung eines Textteiles ein Zeilenumbruch zustande kam, der vorher nicht an dieser Stelle gewesen war, so musste die Änderung des „c“ in „k“ wieder rückgängig gemacht werden. Stellte das Rechtschreibprogramm den Fehler nicht da, so musste der Text schon sehr genau Korrektur gelesen werden, um diesen Fehler zu finden.

Von nun an wird einfach wie folgt getrennt:
Ha-cken, Fli-cken, Zu-cker oder De-cke.

“Ch”-Trennung

„Ck“ wird nach der Reform nicht mehr anders behandelt, als die Buchstabenverbindungen, die für einen Konsonanten stehen, wie zum Beispiel das „ch“ in krie-chen oder in Ma-cher, das „sch“ in du-schen, La-sche oder Fi-sche, das „ph“ in Ste-phen oder das „th“ in Ma-the-ma-thik oder in Apo-theke.

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Schreiben der Anredepronomen

Bei der Schreibung der Anredepronomen gab es in den Anfängen der Rechtschreibreform einige Unsicherheiten.

Nun wurde das Problem aber endgültig wie folgt geklärt: Die höfliche Anrede wird groß geschrieben, also das entsprechende Pronomen Sie und das zugehörige Possessivpronomen Ihr.

Für die Anrede vertrauter Personen gilt, dass die Anredepronomen du und ihr, die zugehörigen Possessivpronomen dein und euer sowie das Reflexivpronomen sich kleingeschrieben werden.
Für diese gilt aber, dass sie in Briefen auch in der Großschreibung angewendet werden dürfen.

Schreibweise bei der Anrede

Diese Regelung stellt eine Vereinfachung gegenüber den früheren Regeln dar, denn die Möglichkeit der Großschreibung gilt nur noch für Briefe, nicht jedoch für briefähnliche Texte, wie dies früher der Fall war.
Ansonsten wird immer kleingeschrieben.

Einige Beispiele dazu:
Bitte seien Sie zur eben genannten Zeit anwesend.
Können Sie mir bitte helfen?
Wenn du das sehen möchtest, musst du mitkommen.
(Im Brief ebenfalls möglich: Wenn Du das sehen möchtest, musst Du mitkommen.)

Die Großschreibung, beziehungsweise die Kleinschreibung bei der Anrede vertrauter Personen, gilt auch für die Anredeformen, die mit –seits gebildet werden:
Wenn Ihrerseits noch Fragen auftreten sollten,… ODER: Wenn deinerseits noch etwas möglich sein sollte,… (Im Brief auch möglich: Wenn Deinerseits noch etwas möglich sein sollte,…)

Natürlich gilt die Groß- und Kleinschreibung auch für die gebeugten Formen der Anredepronomen, wie Ihnen, Ihres, dein, dir oder euer.

Wer veraltete Anredepronomen benutzt, muss diese großschreiben:
Hans, lasse Er dies sein!
Möchtet Ihr noch hierbleiben, liebster Freund?

Diese Anreden sind aber heute nicht mehr gebräuchlich und werden in der Regel eher als Scherz betrachtet.

Wer eine Anrede an einen hohen Würdenträger richtet, der muss das nötige Anredepronomen großschreiben:
Eure Exzellenz, Eure Majestät, usw.

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Trennung von Fremdwörtern mit Konsonantenverbindungen mit l, n oder r

Häufig finden sich in Fremdwörtern Buchstabenverbindungen, die aus Konsonanten bestehen, die in Verbindung mit l, n oder r auftauchen.
Diese werden vor dem letzten Konsonanten abgetrennt. Eine andere Möglichkeit ist, sie ungetrennt auf die neue Zeile zu bringen.

Auch vor der Reform der deutschen Rechtschreibung durften die eben genannten Verbindungen aus Konsonanten und den Buchstaben l, n oder r nicht getrennt werden.

Trennung von Fremdwörtern

Diese Regel wurde aber teilweise nicht beachtet.
Dies war in der Vergangenheit ein Fehler, ist es nach der Rechtschreibreform aber nicht mehr. Die Variante der Trennung, die bis zur Reform zugelassen war, ist auch weiterhin rechtens. Beispiele dafür sind die Trennungen in den Wörtern Mag-net, welches auch als Ma-gnet getrennt werden kann, no-ble oder nob-le, Qua-drat, das auch als Quad-rat geschrieben werden kann oder die mö-blierte Wohnung, die auch als möb-lierte Wohnung angepriesen werden kann.

Viele Wörter wurden im Laufe der Zeit aus anderen Sprachen in die deutsche Sprache übertragen. Damit wurden nicht nur besonders Schreibweisen übernommen, sondern auch verschiedene Vorschriften zur Trennung.

Das jetzt nicht mehr gültige Trennungsverbot galt in den meisten Fällen schon in der ursprünglichen Sprache und wurde bisher einfach missachtet.

Vereinfachung von Trennungs-Regeln der Rechtschreibung

Mit der Neuregelung der Trennung wurde wiederum eine Vereinfachung der Rechtschreibung erreicht, was schließlich Sinn und Zweck der Rechtschreibreform war. Es wurden einige Zweifelsfälle ausgeräumt, die immer zu Unsicherheiten und am Ende zu verschiedenen Schreibweisen geführt haben.

Mit den genannten Verbindungen aus Konsonanten und den Buchstaben l, n oder r verhielt sich der Sachverhalt bezüglich der Trennung ähnlich, wie dies bei „st“ der Fall ist.

Doch wie in dem Punkt „Trennung von „st“ ersichtlich wird, gibt es bei dieser Buchstabenkombination keine Wahlmöglichkeit der Trennung für den Schreibenden.

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Großschreibung von Adjektiven aus Paarformeln

Werden zur Bezeichnung von Personen so genannte Paarformeln eingesetzt, die über nicht deklinierte Adjektive verfügen, so müssen diese großgeschrieben werden.

Diese Paarformeln werden von den meisten Menschen nicht allzu oft benötigt.
Dennoch muss natürlich jeder wissen, wie diese im Fall des Falles zu schreiben sind.

Die Reform der deutschen Rechtschreibung hat hier eine enorme Erleichterung gebracht, denn es muss nicht mehr zwischen dekliniertem und nicht dekliniertem Gebrauch der Paarformeln unterschieden werden. Paarformeln finden sich zum Beispiel in den Sätzen:
Hier werden Arme und Reiche gleich behandelt.

Großschreibung von Adjektiven aus Paarformeln

Zwischen Arm und Reich darf auch das Gesetz keinen Unterschied machen. Ein Zeichen für die Aufhebung der Stände war, dass sich ehemals Hoch und Niedrig auf der Feier amüsieren konnten.

Jung und Alt waren gleichermaßen willkommen, auf dem Fest Spaß zu haben. Groß und Klein können sich bei den verschiedenen Angeboten des Veranstalters austoben. Groß und Klein, Alt und Jung, Arm und Reich, alle Menschen sind bei dieser Veranstaltung der Kirche willkommen.

Beispiele für Paarformeln

Auch wenn es sich bei den folgenden Beispielen nicht um die so genannte Paarformeln handelt, sind sie doch ebenso zu behandeln und werden folglich ebenfalls großgeschrieben: aus Alt mach Neu, hier steht es Schwarz auf Weiß, du wirst dich Grün und Geld ärgern.

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Zuordnung von Lauten und Buchstaben

Im Großen und Ganzen ist die Zuordnung von Buchstaben und Lauten auch nach der Neuregelung der Rechtschreibung gleich geblieben.

Einige Punkte wurden aber überarbeitet.
Die Änderungen lauten wie folgt:
Das Abweichen vom so genannten Stammprinzip wird nach Möglichkeit bei der Bildung eines Wortes vermieden. Es handelt sich dabei um solche Wörter, die ihrem Klang nach der gleichen Wortfamilie zuzuordnen sind, die vor der Reform der Rechtschreibung aber verschiedenen Schreibweisen aufwiesen.
Zuordnung von Lauten und Buchstaben
Ein Beispiel dafür ist das Wort Stange, das früher bei der Neubildung des Wortes Stengel ein „e“ im Wortstamm erhielt.
Nach der Neuregelung braucht sich solche Änderungen niemand mehr zu merken, jetzt wird der Stängel auch in der Schreibung erkennbar von der Stange abgeleitet.
Die Schreibungen sind also an den üblichen und gebräuchlichen Wortstamm angepasst worden.

Schreibweise einiger Fremdwörter an die deutsche Schreibweise angepasst

Die zweite große Neuregelung bei der Zuordnung von Buchstaben und Lauten betrifft die Schreibung von Fremdwörtern.

Sie wird in einigen Fällen an die deutsche Schreibweise angepasst. Das gilt vor allem für die Fremdwörter, die sich schon lange im deutschen Wortschatz befinden und dementsprechend eine Eindeutschung erfahren haben. Es sind häufig verwendete Wörter, die im Alltag gebräuchlich sind.

Die Reform der Rechtschreibung hat die Aufgabe, die eingedeutschte Version dieser Fremdwörter zu erhalten und zu unterstützen, so dass eine einfachere Schreibung möglich ist.
Erkennbar ist dieser Versuch daran, dass oft beide Versionen der Fremdwörter zugelassen sind, also die eingedeutschte Variante und die, die in der Herkunftssprache des Wortes verwendet wird.

Die wohl bekanntesten Beispiele für diese Neuregelung sind Wörter, die früher mit einem „ph“ geschrieben wurden, welches nun durch ein „f“ ersetzt werden kann.

Es ist also möglich, beispielsweise Fotograf zu schreiben, es ist aber auch nicht falsch, die ältere Variante Photograf anzuwenden.

Wichtig ist nur, dass in einem Text bei dieser Schreibweise geblieben wird, es sollten nicht innerhalb eines Textes beide Varianten auftauchen

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Unsicherheiten bei der Rechtschreibung

Heutzutage gibt es viele Menschen, die Unsicherheiten bezüglich der deutschen Rechtschreibung haben. Dadurch sind im Alltag häufig falsche Schreibweisen und unterschiedliche Lesarten zu finden. Das kann oftmals zu Missverständnissen führen.


In den letzten Jahrhunderten hat es einige Versuche zur Vereinfachung und Vereinheitlichung der Schreibweise von Wörtern gegeben. Denn bis zum Ende des 19. Jahrhunderts gab es keine einheitliche Rechtschreibung.

Im Folgenden werden die wichtigen Veränderungen dargestellt. Sie richten sich, sofern nicht anders verzeichnet, nach den Angaben des Duden (vgl. Duden, 17.12.2010).
1876 fand die „1. Orthographische Konferenz“ statt. An dieser nahm auch Konrad Duden teil. Er veröffentlichte 1880 sein Werk „Vollständiges Orthographisches Wörterbuch der deutschen Sprache“, welches zur Vereinheitlichung der Rechtschreibung beitrug.
1901 fand die „2. Orthographische Konferenz“ statt. Deren Beschlüsse wurden im Jahr 1902 in Deutschland, Österreich und der Schweiz als amtliche Regelung zur Rechtschreibung festgesetzt.
Der Duden hat die weiteren Anpassungen der deutschen Rechtschreibung stark beeinflusst, so dass die deutsche Kultusministerkonferenz 1955 beschloss „in Zweifelsfällen sind die im ,Duden‘ gebrauchten Schreibweisen und Regeln verbindlich“ .


Am 1. Juli 1996 kam es durch die Wiener Absichtserklärung zu einer Neuregelung der deutschen Rechtschreibung, die bis 1998 in den deutschsprachigen Ländern eingeführt werden sollte.
Da es viel Kritik an den neuen Regeln gab, entstand 2004 der „Rat für deutsche Rechtschreibung“. Er hat die Aufgabe, den Gebrauch der Rechtschreibung zu beobachten und deren Einheitlichkeit zu bewahren. Im März 2006 wurden auf Empfehlung des Rates weitere Korrekturen vorgenommen, die seit August 2006 gültig sind.


Während der gesamten Zeit hat der Duden stetig Änderungen aufgeführt und erscheint heute bereits in der 25. Auflage.

Probleme bei der Rechtschreibung
Aufgrund der Änderungen an den Regeln der Rechtschreibung bestehen große Unsicherheiten bezüglich der richtigen Schreibweise. So stimmen 79 % der Gesamtbevölkerung der Aussage zu, dass man „durch die Rechtschreibreform […] bei vielen Wörtern gar nicht mehr [weiß], wie sie richtig geschrieben werden“. Das führt auch an Schulen zu Problemen. Laut der IGLU-Ergänzungsstudie 2006 , in der die Rechtschreibkompetenz von Viertklässlern getestet wurde, hat die Mehrheit der Grundschulabgänger noch große Schwierigkeiten mit der Orthographie. Die Unsicherheiten bestehen hauptsächlich bei der Groß- und Kleinschreibung und bei der Zeichensetzung.

Dieser Umstand und die Problematik, dass viele Menschen noch die alten Regeln gelernt haben, führen zu vielen unterschiedlichen Schreibweisen im Alltag. So ist es schwierig, sich sicher zu sein, welche Orthographie die richtige ist, und es kommt häufig das Bedürfnis nach einem Hilfsmittel auf. Der Duden, Sprachtelefondienste zum Thema Rechtschreibung und vor allem das Internet sind heute wichtige Ratgeber.

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