Hinweise zur deutschen Rechtschreibung

Auf dieser Webseite finden Sie Erklärungen zu den Regeln der Deutschen Rechtschreibung.

Hier wird in übersichtlicher Form dargestellt, worauf Sie achten müssen und welche Neuerungen es in der Orthografie gibt.

Schließlich sind viele Menschen immer noch sehr unsicher in der Schreibung vieler Wörter und verwenden eine Mischung der Rechtschreibung vor der Reform und danach.

Die Beispiele, die im Folgenden genannt werden, folgen aber den Regeln, die für Ämter, Schulen und Behörden in Bezug auf die Rechtschreibung bindend sind. Sie finden hier nicht nur die Regeln selbst erklärt, sondern dazu auch Beispiele, die alles verdeutlichen sollen sowie Übungen. Im Einzelnen werden auf den folgenden Seiten die 

- Laut – Buchstaben – Zuordnung 
- Schreibung von Fremdwörtern 
- Zusammen- und Getrenntschreibung 
- Verwendung des Bindestrichs 
- Klein- und Großschreibung 
- Interpunktion 
- Trennung von Wörtern am Ende einer Zeile 

erklärt. 

Viele dieser Neuregelungen stellen eine Vereinfachung der Schreibweise dar und es werden auch „Eselsbrücken“ genannt, die bei der Schreibung der Wörter helfen sollen.
Viele Dinge wurden der allgemeinen Schreibweise angepasst, die nach den Regeln der alten Rechtschreibung häufig falsch verwendet wurde. Man nehme nur einmal das Beispiel der Interpunktion. Hier gab es verschiedene Stellen, wie etwa der Infinitiv mit „zu“, an denen ein Komma einfach weggelassen wurde.

Solche Punkte wurden bei den Überlegungen zur Reform der Deutschen Rechtschreibung aufgegriffen und mit eingearbeitet. An anderen Stellen sind die Neuregelungen nicht ganz so leicht nachvollziehbar und die Schreibenden müssen sich erst umorientieren. Das gilt zum Beispiel für die Zusammen- und Getrenntschreibung verschiedener Wörter.

Auch wenn die neue Rechtschreibung also eine Vereinfachung darstellen soll, ist sie das nicht für jeden. Wer aber richtig schreiben möchte, der sollte sich eingehend mit den Regeln befassen und am besten einige Übungen durchgehen. Denn ein Text darf nicht nur inhaltlich stimmig und richtig sein, er muss sich auch den Regeln der Deutschen Rechtschreibung anpassen und wird erst dann als wirklich seriös und wichtig eingestuft. Zudem wirft eine fehlerhafte Rechtschreibung ein schlechtes Licht auf den Autor und jeden, der mit der Entstehung des Schriftstücks befasst war. 


Nicht umsonst heißt es, „Deutsche Sprache – schwere Sprache“. Damit ist zwar eigentlich die Grammatik gemeint, doch die Rechtschreibung hat ebenfalls so ihre Tücken. Sie ist nicht für jedermann leicht zu durchschauen und auch die gültigen Regeln scheinen manchmal etwas willkürlich festgelegt worden zu sein – bis man sich eingehend damit beschäftigt.

Diese Seite nun richtet sich an alle, die richtig schreiben wollen, an Schüler und Berufstätige und auch an Menschen mit Immigrationshintergrund. Die richtige Orthografie ist für alle wichtig, die im Berufsleben Erfolg haben möchte, wer anerkannt sein will und wer in der Schule gute Noten erhalten möchte. Immer spielt die Schreibung der Wörter eines Textes eine Rolle.

Das ist nicht nur bei Aufsätzen in der Schule so, sondern auch später, bei der Anfertigung wissenschaftlicher Arbeiten im Studium etwa geht die Rechtschreibung in die Bewertung des Textes mit ein. Wer für seinen Beruf auf die Rechtschreibung angewiesen ist, wird schnell merken, dass das Wissen um die korrekte Orthografie unerlässlich ist. Denn es wird rasch unterstellt, dass jemand unseriös ist oder nicht zuverlässig arbeitet, wenn er nicht richtig schreiben kann. Eine mangelhafte Rechtschreibung wird mit mangelhaftem Wissen gleichgesetzt und das auch auf anderen Gebieten. Die korrekte Schreibung der Wörter ist daher ebenso wichtig, wie das Beherrschen des gesamten Vokabulars der deutschen Sprache. 


Auf dieser Seite nun finden Sie kurze Videos mit Erklärungen zur Rechtschreibung und Ausführungen zu detaillierten Fällen. Sie können sich über spezielle Fälle informieren, wie die Schreibung von Fremdwörtern, die Trennung von Wörtern am Ende einer Zeile oder über die Getrennt- und Zusammenschreibung sowie die Groß- und Kleinschreibung.

Viele Regeln sind mit Sonderfällen behaftet und auch diese werden aufgezeigt. Hinzu kommen immer wieder Beispiele, die die Erklärungen verdeutlichen sollen und mit Hilfe derer Sie zu einem wahren Profi der Rechtschreibung werden können. Die Videos sind kurz und einprägsam und können so immer wieder angesehen werden, wenn eine Unklarheit auftauchen sollte. Zudem ist der Service kostenfrei. Der Vorteil der Seite ist also, dass Sie zu jeder Zeit und Stunde Antworten auf die wichtigsten Fragen der Rechtschreibung bekommen können und schon bald wissen, was Sie wann wie schreiben müssen – auch ohne nachschlagen zu müssen. Das heißt, wenn Sie die Seite nicht mehr brauchen, hat sie ihren Dienst erfüllt. 


Doppelpunkt 
Mit Hilfe des Doppelpunktes kündigen Sie an, wenn Sie im Text etwas Weiterführendes darstellen möchten. Das gilt zum Beispiel für die Darstellung von Aufzählungen oder für die Kennzeichnung der wörtlichen Rede. 

Schlüsselwörter: Äußerungen oder bestimmte Stellen im Text, die wörtlich wiedergegeben werden, werden durch einen Doppelpunkt eingeleitet. Zum Beispiel: Sie fragte ihn: „Wo bist du heute gewesen?“ Er antwortete darauf: „Ich war einkaufen und dann noch unterwegs.“ 
Auch bei Zusammenfassungen wird der Doppelpunkt als Einleitung verwendet. Ein Beispiel dazu: „Wer immer nur danach trachtet, andere zu übervorteilen oder wer nicht in der Gemeinschaft mitarbeiten kann: der wird keine Hilfe von uns erwarten können.“ Zu achten ist bei der Verwendung des Doppelpunktes darauf, dass dieser auch an Stelle des Gedankenstriches verwendet werden kann. Auch das Komma kann gesetzt werden, es gibt hier keine strikten Vorgaben. Anders, bei dem oben dargestellten Beispiel der wörtlichen Rede, hier muss der Doppelpunkt verwendet werden. 

Aufzählungen und Doppelpunkt 
Bei Aufzählungen, Erklärungen oder auch speziellen Angaben können Sie den Doppelpunkt setzen. Teilweise kann er auch durch das Komma ersetzt werden, beides besitzt den einleitenden Charakter. 

Schlüsselwörter: Sie war schon in verschiedenen Ländern im Urlaub gewesen: in Spanien, in Brasilien, in China und in Italien. Die Aufgabe sieht wie folgt aus: Sie nutzen das vorliegende Werkzeug, … Unser Unternehmen stellt ein: Ingenieure und Buchhaltungsfachleute. 
Innerhalb eines fließenden Textes ist darauf zu achten, dass nicht allzu oft der Doppelpunkt verwendet wird, was aber von der Art des Textes abhängig ist. In einem Romantext etwa wird der Doppelpunkt für Aufzählungen selten verwendet, in wissenschaftlichen oder sachlichen Texten oder in Ankündigungen (für Veranstaltungen oder ähnliches) hingegen ist der Gebrauch des Doppelpunktes vor Aufzählungen durchaus üblich. 

Wörtliches Zitat und Doppelpunkt
 
Den Doppelpunkt müssen Sie immer dann setzen, wenn Sie damit ein wörtliches Zitat ankündigen wollen. Ein solches wird in der Regel durch einen begleitenden Satz eingeleitet. 

Schlüsselwörter: Beispiele für die Verwendung des Doppelpunktes vor einem wörtlichen Zitat sind: Er fragte: „Weißt du schon, wann du nach Hause kommen kannst?“ Sie antwortete: „So genau kann ich das nicht sagen.“ Er fragte: „Warum dauert das so lange?“ 

Doppelpunkt und Zusammenfassungen 
Sie können einen Doppelpunkt setzen, wenn das, was Sie vorher gesagt haben, noch einmal zusammengefasst werden soll. Auch Schlussfolgerungen werden durch einen Doppelpunkt angekündigt. 

Schlüsselwörter: Leser wissen, dass durch einen Doppelpunkt eine Zusammenfassung angekündigt wird. Insofern dient der Doppelpunkt der Gliederung eines Textes. Einige Beispiele dafür sind: Jeden Tag Brötchen holen, frühstücken, aus dem Haus gehen, arbeiten, nach Hause kommen, den Haushalt erledigen: all diese Dinge öden mich an. Die Blutwerte waren schlecht, der Mann sah furchtbar aus: Kein Zweifel, er war krank. 
Den Doppelpunkt können Sie teilweise auch durch einen Gedankenstrich ersetzen, beides hat eine ähnliche Wirkung: kurzes Innehalten des Lesers und Erhöhen der Spannung auf das Folgende. 

Doppelpunkt und Klein- und Großschreibung 
Sie müssen nach dem Setzen eines Doppelpunktes klein weiter schreiben, wenn der darauf folgende Satz kein vollständiger Satz an sich ist oder nicht so verstanden werden kann. 

Schlüsselwörter: Steht nach dem Doppelpunkt ein vollständiger Satz, so muss dieser groß begonnen werden. Einige Beispiele hierzu sind: Nicht alles war in dem Ferienhaus in Ordnung: Schimmel an den Wänden, durchgelegenes Bett, Baukran vor dem Fenster. Aber wir machten das Beste daraus: Wir suchten uns eine andere Bleibe. Kennen Sie das Sprichwort: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr? 

Semikolon 
Das Semikolon können Sie einsetzen, wenn Sie eine stärkere Abgrenzung eines Teilsatzes erreichen möchten, als das durch ein Komma möglich ist und eine schwächere Abgrenzung, als durch das Setzen des Punktes erreicht wird. 

Schlüsselwörter: Abgetrennt werden längere Hauptsätze, teilweise ist auch das Setzen des Gedankenstrichs möglich. Ein Beispiel: Es war still auf dem Gelände; sie gingen nun rascher vorwärts. Ebenso: Peter lief scheinbar ständig irgendwo gegen; vielleicht sollte er es doch einmal mit einer Brille versuchen. 
Durch das Semikolon können ebenso Wortgruppen abgetrennt werden, die die gleiche Struktur besitzen: Wir kauften ein: Butter und Milch; Zucker und Salz; Fett und Wurst. In allen genannten Beispielen können Sie auch durch das Komma eine Abgrenzung erreichen, diese ist aber, wie bereits angedeutet, weniger stark. 

Gedankenstrich 
Der Gedankenstrich kann verwendet werden, wenn ein Einschub gekennzeichnet werden soll oder wenn Zusätze abgegrenzt werden müssen. Auch weiterführende Aussagen und Nachträge werden mit dem Gedankenstrich gekennzeichnet. 

Schlüsselwörter: Der Gedankenstrich unterbricht den Lesefluss und deutet auf einen Zusatz oder eine Weiterführung hin: Sie sah ihn – und schrie laut um Hilfe. Er kaufte sich ein neues Auto und benötigte all seine Ersparnisse – doch dann stand der Baum im Weg. Die Feuerwehr musste den Baum fällen – und wieder entstanden neue Kosten. 
Nachgestellte Äußerungen können Sie ebenso mit dem Gedankenstrich abgrenzen, teilweise ist auch die Verwendung des Kommas möglich. Es hat allerdings einen deutlich weniger ankündigenden Charakter. 

Gedankenstrich und Themenwechsel 
Sie können den Gedankenstrich innerhalb eines Textes verwenden, wenn Sie damit einen Themenwechsel oder einen Wechsel des Sprechers ankündigen möchten. So muss nicht einmal ein neuer Absatz verwendet werden. 

Schlüsselwörter: Bei der Kennzeichnung des Themen- oder Sprecherwechsels können Sie den Gedankenstrich ganz einfach hinter die letzte Aussage setzen und der Wechsel wird für den Leser dennoch deutlich. Einige Beispiele dafür: Komm doch bitte mal her! – Nein, ich kann jetzt nicht, du musst etwas warten. Dieser Punkt der Tagesordnung ist erfüllt. – Wer möchte etwas Tee oder Kaffee? Lassen Sie ihn doch einmal ausreden! – Ich gehe jetzt wieder in mein Büro. Der Gedankenstrich hilft also dabei, den Themen- oder Sprecherwechsel für den Leser klar zu machen, ohne dass neue Einschübe, wie „fragte er“ oder „antwortete sie“ nötig werden. 

Gedankenstrich und die Abgrenzung von Zusätzen und Nachträgen 

Den Gedankenstrich können Sie immer dann verwenden, wenn Sie Zusätze oder Nachträge im Satz abgrenzen möchten. Werden diese nur in den Hauptsatz eingeschoben, so wird der paarige Gedankenstrich verwendet. 

Schlüsselwörter: Beispiele für eingeschobene Satzteile: Es war mitten im Sommer – es war ein besonders heißer Tag – und ein Unwetter brach herein. Diese Gemälde – es sind die schönsten, die er je gemalt hat – sind nun alle verkauft worden. 
Beispiele für Nachträge in Sätzen: Meine Tante – sie hatte eine Tierhaarallergie – und mein Onkel lebten in einem alten Haus. Es war dunkel – das Haus hatte nur kleine Fenster. 
Beispiele für nachgestellte Erläuterungen: Der Kuchen war überaus schmackhaft – Äpfel und Rosinen waren darauf. Die Kosten sind hoch – über 2000 Euro. 
Beispiele für hinweisende Wortgruppen: Sie und ich – wir wissen das. Herr Fischer und Frau Müller – die beiden sind ein Paar. 

Gedankenstrich und Unerwartetes 
Sie dürfen den Gedankenstrich im Text setzen, wenn Sie damit etwas Folgendes oder Unerwartetes ankündigen möchten. Möglich ist dabei auch das Setzen von Komma oder Doppelpunkt. 

Schlüsselwörter: Der Gedankenstrich betont die Pause vor dem Unerwarteten stärker, als das bei einem Komma der Fall wäre. Ein Beispiel dafür ist: Es tobte ein Unwetter – und es geschah gar nichts. Oder: Plötzlich – ein Schuss. Und dann – gar nichts mehr. Mit einem Komma würden die Sätze wie folgt lauten: Es tobte ein Unwetter, und es geschah gar nichts. Plötzlich, ein Schuss. Und dann, gar nichts mehr. Gerade bei den letzten beiden Sätzen fällt auf, dass der Gedankenstrich die bessere Wahl ist. 

Doppelter Gedankenstrich 
Der doppelte Gedankenstrich wird bei Einschüben gesetzt. Hier ist die Zeichensetzung zu beachten, je nach Fall werden die Satzzeichen vor den Gedankenstrich gesetzt oder erst danach, vor dem folgenden Text. 

Schlüsselwörter: Gehören die Satzzeichen, Ausrufe- oder Fragezeichen, zum Einschub, so werden sie auch danach gesetzt. Beispiele: Sie sagte – welch eine Anmaßung! – dass sie einfach etwas besseres wäre. Er fragte sie – woher hatte er bloß die Informationen? – über ihren vorigen Job aus. 
Gehören die Satzzeichen zum schließenden Satz, so dürfen sie auch nicht weggelassen werden. Eine mögliche Kontrolle darüber erhalten Sie, wenn Sie die Satzzeichen auch dann setzen würden, wenn Sie den Schub weglassen könnten. Beispiele: Er fragte – das weiß ich noch wie heute -, ob ich denn gar kein Interesse hätte. Ihr Onkel war der Meinung – und das hat niemand wirklich verstanden -, dass er nicht mehr mit dem Bus fahren könnte. 

Klammern 
Klammern werden gesetzt, wenn Sie Zusätze oder Nachträge in einen Satz einbauen wollen. Auch, wenn eine selbstständige Texteinheit gekennzeichnet werden soll, können Sie Klammern setzen. 

Schlüsselwörter: Neben dem Setzen einer Klammer ist es Ihnen durch die Regeln der Deutschen Rechtschreibung ebenfalls erlaubt, Komma oder Gedankenstriche zu setzen. Beispiele für die Verwendung von Klammern sind: Er isst gerne Obst (in erster Linie Äpfel und Birnen). Sie hat die Rechnung über dreitausend Euro beglichen (fällig für den Kauf der Ersatzteile). Sie war der Meinung, sie hätte mir davon berichtet. (Ich weiß aber ganz genau, dass dem nicht so ist, ich habe mir das Gesprächsprotokoll von damals angesehen.) Sie behauptet dennoch das Gegenteil. 

Klammern und Zeichensetzung
 
Gehören die Satzzeichen zum Text in der Klammer, werden sie auch dort gesetzt. Kann das Satzzeichen des Nachtrags oder des Zusatzes zum gesamten Text gerechnet werden, so wird in der Klammer keines gesetzt. 

Schlüsselwörter: Einige Beispiele zur Schreibung der Sätze mit Klammern: Sie behauptete steif und fest (und nie ließ sie sich davon abbringen!), dass er das gesagt hätte. Er sagte (und tat das sehr leise und bedächtig), dass er das schon einmal erlebt hätte. Die Schlussfolgerungen aus dem Protokoll sind doch sehr interessant (das Protokoll liegt zur Einsichtnahme vor). „Wir gehen jetzt endlich nach Hause (wohin auch sonst?) und legen uns schlafen. 

Klammern und Anführungszeichen 

Sie müssen Anführungszeichen in die Klammern setzen, wenn diese zum Einschub oder Nachtrag dazu gehören. Andernfalls werden sie außerhalb der Klammer gesetzt. Auch Zitate in Klammern müssen Sie so kennzeichnen. 

Schlüsselwörter: Einige Beispiele für Klammern und Anführungszeichen sind: Wir gingen hier schon oft lang („Seit wie vielen Jahren bloß schon?“, fragte er). Der Weg („Spatzenroute“) ist nicht gerade bekannt. 
Anführungszeichen werden in Klammern verwendet, wenn Sie Zitate kennzeichnen möchten oder wörtliche Rede dargestellt werden soll. Sie müssen Sie auch dann setzen, wenn zum Beispiel umgangssprachliche Ausdrücke hervorgehoben werden sollen. 

Fragezeichen 
Das Fragezeichen kennzeichnet einen Fragesatz und wird auch nur für einen solchen verwendet. Sie können ein Fragezeichen aber auch zum Beispiel für einen Einschub in Klammern verwenden. 

Schlüsselwörter: Das Fragezeichen steht nach einem Fragesatz. Sie können es aber auch setzen, wenn nicht nur die Frage selbst verdeutlicht werden soll, sondern Sie sich damit an den Leser direkt wenden, er sich Gedanken zu einem Thema machen soll. Ein Beispiel hierfür: Neue Krankheiten durch Reisen in neue Regionen? 

Fragezeichen und Zeichensetzung 
Einzelne Fragen können durch Komma getrennt werden oder sie werden jede für sich mit einem Fragezeichen bedacht. Bei wörtlicher Rede steht das Fragezeichen vor den ausführenden Zeichen. 

Schlüsselwörter: Teilweise ist es möglich, sowohl die Sätze einzeln durch Fragezeichen zu trennen, als auch durch Komma. In dem Fall steht das Fragezeichen am Ende. Beispiele dafür sind: Woher, wohin und wann? Oder: Woher? Wohin? Und wann? 
Handelt es sich um ein Zitat, so werden die Fragezeichen stets mitgeschrieben, so, wie sie im Original vorhanden waren. Bei wörtlicher Rede werden die Fragezeichen vor den abschließenden Anführungszeichen gesetzt. Beispiele: Er fragte: „Können wir endlich gehen?“ Sie fragte daraufhin: „Wohin denn?“ Hat er denn tatsächlich wissen wollen: „Kenne ich den?“? 

Ausrufezeichen 
Mit Hilfe des Ausrufezeichens können Sie dem Gesagten besonderen Nachdruck verleihen. Durch dieses Zeichen wird ein Ausruf deutlich. Sie können das Ausrufezeichen stellenweise auch anstatt des Fragezeichens verwenden. 

Schlüsselwörter: Das Ausrufezeichen ist ein sehr starkes Satzzeichen und soll einen gewissen Eindruck hinterlassen. Gekennzeichnet werden damit zum Beispiel Aufforderungssätze, wie: Komm doch endlich einmal her! Bummel nicht so! Verpass den Bus nicht schon wieder! Das Ausrufezeichen kann auch bei Anreden verwendet werden, wie zum Beispiel bei: Liebe Lotte! 

Ausrufezeichen und andere Zeichen im Satz 
Ausrufe können Sie durch ein Ausrufezeichen kennzeichnen, die einzelnen Ausrufe werden durch Komma getrennt. Werden Klammern verwendet, so wird das Satzzeichen dort gesetzt, wenn es zum Einschub gehört. 

Schlüsselwörter: Werden Ausrufe aneinander gereiht, so können sie durch ein Komma getrennt werden. Beispiel: „Auweia, nicht doch!“ oder: Komm endlich, schneller, los doch! 
Gehört das Ausrufezeichen zum Einschub, den Sie in Klammern gesetzt haben, so müssen Sie das Zeichen ebenfalls innerhalb der Klammern setzen. Ein Beispiel: Es war Winter (und wirklich lausig kalt!), doch der See war noch nicht ganz zugefroren. 
Verwenden Sie in Ihrem Text Gedankenstriche und trennen diese einen Einschub ab, der als Ausruf zu verstehen ist, so müssen Sie das Ausrufezeichen vor dem letzten Gedankenstrich setzen. Ein Beispiel dafür: Den Karton können Sie mit dem Messer – aber unbedingt vorsichtig anfangen zu schneiden! – ganz leicht öffnen. 

Strichpunkt 
Der Strichpunkt wird auch als Semikolon bezeichnet und Sie können mit seiner Hilfe Teilsätze oder Wortgruppen abtrennen. Mit dem Strichpunkt können Sie aber auch eine Gliederung verdeutlichen. 

Schlüsselwörter: Der Strichpunkt trennt Teilsätze oder Wortgruppen vom übrigen Teil des Satzes ab, wobei er stärker zu trennen vermag, als das ein Komma kann. Allerdings ist die Trennkraft des Strichpunktes schwächer, als das bei einem Punkt der Fall ist. Einige Beispiele dafür sind: Die einfache Lösung ist nicht immer die beste; denken Sie in Ruhe über einen anderen Weg nach. Die Lage ist weitaus komplizierter, als wir gedacht haben; was sollen wir bloß tun? 
Wird der Strichpunkt für Gliederungen verwendet, so trennt er in der Regel Gruppen zusammengehöriger Dinge voneinander ab. Zum Beispiel: Angeboten werden: Kuchen und Torte; Fleisch und Wurst; Milch und Tee; Kaffee und Kakao. 

Ergänzungsstrich 
Den Ergänzungsstrich können Sie immer dann verwenden, wenn Sie vermeiden wollen, dass zwei aufeinander folgende Wörter den gleichen Bestandteil besitzen und dieser geschrieben wird. 

Schlüsselwörter: Bekannt ist der Ergänzungsstrich in vielen Wendungen, wie zum Beispiel bei: Ost- und Westdeutschland, Reformbefürworter und –gegner, zwei- bis fünfmal, Vor- und Nachteile. 
Es gibt aber eine Einschränkung von der Regel, dass Sie gemeinsame Wortteile einfach durch den Ergänzungsstrich kennzeichnen können. Sie dürfen Suffixe nicht ohne weiteres weglassen. So heißt es also nicht: freund- oder feindlich gesinnte Personen, sondern freundlich oder feindlich gesinnte Personen. Grenzwertig ist die Bezeichnung von fehler- oder mangelhafter Ware. Hier liegt kein Fehler im Weglassen des Wortteiles vor, allerdings lautet ein besseres Deutsch: fehlerhafte und mangelhafte Ware. 

Apostroph 
Ein Apostroph kann von Ihnen immer dann verwendet werden, wenn Sie damit ein Wort oder einige Buchstaben auslassen möchten. Es gibt dabei einige „Kann-Regeln“, die Sie je nach Bekanntheit einsetzen können. 

Schlüsselwörter: Bekannt ist das Setzen des Apostrophs zum Beispiel bei: Ein einz’ges Mal nur alles richtig machen! Oder: Ku’damm. 

Apostroph und Auslassungen 
Der Apostroph kann von Ihnen vor allem dann gesetzt werden, wenn die einfach kürzere Wortform schwer zu lesen wäre oder wenn es sich um Auslassungen im Inneren des Wortes handelt. 

Schlüsselwörter: Viele Fälle bei Auslassungen sind als Kann-Bestimmungen zu sehen. Der Apostroph wird in der Regel zur besseren Verständlichkeit eines Textes gesetzt. Beispiele dafür: „Kannst du mir mal ’nen Euro leihen? Möchten Sie gesprochene Sprache wiedergeben, so bietet sich das Verwenden des Apostrophs an. 
Der Apostroph kann aber auch dann von Ihnen gesetzt werden, wenn ein „e“ ausgelassen wird. Zum Beispiel bei: Nur, um sich’s noch mal ins Gedächtnis zu rufen. Na ja, wie man’s nimmt, oder? Eine Zusammenschreibung der Wörter (sichs, mans) ist zwar möglich, allerdings erschwert das die Lesbarkeit des Textes. 

Apostroph und Eigennamen 
Sie dürfen den Apostroph auch dann setzen, wenn ein Eigenname auf „s“ endet und darauf ein Genitiv folgt. Empfohlen wird, den Apostroph nur dann zu verwenden, wenn er wirklich sinnvoll ist. 

Schlüsselwörter: Beispiele für das Setzen des Apostrophs bei Eigennamen: Sokrates’ Worte, Andreas’ Auto, Grass’ Roman 
Den Apostroph sollten Sie immer nur dann verwenden, wenn es ansonsten zu Verwechslungen kommen kann. Ein Beispiel dafür ist: Andrea’s Schuhladen, statt Andreas Schuhladen. 

Kein Apostroph 
Verwenden Sie Wörter, die auch ohne Apostroph unmissverständlich sind, so wird kein Apostroph gesetzt. 

Schlüsselwörter: Beispiele für das Weglassen des Apostrophs sind unter anderem: der trockne Keks, komm her, lass das. 
Auch, wenn die Fügung allgemein bekannt ist, wird kein Apostroph gesetzt. Das ist zum Beispiel der Fall bei: Nur ruhig Blut! In Freud und Leid hielten sie zu ihm. 
Es wird ebenfalls kein Apostroph gesetzt, wenn verkürzte Formen von Wörtern verwendet werden, die allgemein so gebräuchlich sind oder wenn Präposition und Artikel miteinander verschmelzen. Beispiel dafür sind: durchs, vorm, hinters, runter, rein, rauswerfen. 

Auslassungspunkte 

Wie der Name schon vermuten lässt, deuten die Auslassungspunkte an, dass etwas im Text ausgelassen wird. Lassen Sie nur Wortteile aus, so werden vor den Punkte keine Leerzeichen gesetzt, bei ganzen Wörtern aber schon. 

Schlüsselwörter: Stehen die Auslassungspunkte am Ende eines Satzes, so wird neben den Auslassungspunkten nicht noch ein Satzpunkt gesetzt. Anders sieht die Sache aus, wenn es sich um einen Fragesatz oder einen Ausrufesatz handelt, an deren Ende die Auslassungspunkte stehen. Fragezeichen oder Ausrufezeichen müssen dennoch gesetzt werden. Beispiele dafür sind: Wie kann er es wagen…? Kannten Sie Frau…? Er kann doch nicht…! Nein, wir gehen nicht nach… Aufmachen, oder…! Sie sind ein kein netter Mensch, sie können doch nicht…! Es wird schon werden… 

Schrägstrich 
Der Schrägstrich kann von Ihnen immer dann gesetzt werden, wenn Sie zusammengehörige Wörter oder Fakten sowie Ziffern trennen wollen. Sie können ihn auch im Sinne von und – oder setzen. 

Schlüsselwörter: Der Schrägstrich kann bei Wörtern oder Zahlen verwendet werden, die eindeutig zusammen gehören. Aber auch Alternativen können Sie durch das Setzen des Schrägstriches deutlich machen. Beispiele dafür sind: Schüler/-innen, Ein-/ Ausgang, Übertragen der Versicherung auf Sohn/Tochter 
Handelt es sich in Ihrem Text aber um Aneinanderreihungen, so sollten Sie den Bindestrich an Stelle des Schrägstriches setzen. Beispiel: Links-Rechts-Kombination, an Stelle von Links/Rechts-Kombination 
Sie dürfen den Schrägstrich zudem setzen, wenn Sie Aktenzeichen darstellen möchten. Beispiel: Az.: 59/2010 


Häufige Fehler in der Rechtschreibung 

Akustik 
Falsch geschrieben wird häufig das Wort Akustik. Meist wird es als „Akkustik“ bezeichnet, was natürlich nicht richtig ist. 

Schlüsselwörter: Die Erklärung, warum das Wort Akustik nicht mit einem doppelten „k“ geschrieben wird, ist denkbar einfach, es hat schließlich nichts mit dem Akku zu tun. Die Akustik kommt von der Lehre vom Schall. Entlehnt wurde das Wort aus dem Lateinischen, ebenso, wie das bei anderen wissenschaftlichen Bezeichnungen häufig der Fall ist. 

Creme 
Ein häufig auftretender Rechtschreibfehler findet sich im Wort Creme. Es wird nur allzu oft als Créme oder Crème geschrieben. 

Schlüsselwörter: Korrekt geschrieben wird die Creme sowohl in der genannten Art und Weise, als auch als Krem oder Kreme. Der Akzent, der von vielen Schreibenden sogar noch falsch herum gesetzt wird, wird nur bei festen Zusammensetzungen verwendet. 

Einzige 
Nicht korrekt ist die Verwendung des Wortes „einzigste“. Richtig muss es heißen „einzige“. 

Schlüsselwörter: Das Adjektiv einzige kann nicht weiter gesteigert werden, denn der oder das Einzige ist eben nur einmal vorhanden. Allerdings können Sie einzige steigern, wenn Sie das Wort sehr überschwänglich verwenden wollen und eine Übertreibung im Text erreichen möchten. Allerdings ist das schon eher dichterische Freiheit und sollte nicht ohne zwingenden Grund angewendet werden. 

Galerie 
Falsch geschrieben ist es, wenn es „Gallerie“ lautet. Richtig hingegen ist es, wenn die Sprache von der Galerie ist. 

Schlüsselwörter: Das heute gebräuchliche Wort Galerie stammt vom italienischen Wort galleria ab. Damit ist ein Säulengang gemeint. Auch im Latein findet sich ein ähnliches Wort, das galilea lautet und eine Vorhalle einer Kirche bezeichnet. Im Englischen schreibt sich die Galerie zwar mit einem doppelten „l“, im Deutschen ist das aber nicht so. Außerdem hat die Galerie schließlich nichts mit der Galle zu tun. 

Scampi 
Häufig wird der fehlerhafte Ausdruck Scampis verwendet. Richtig ist es hingegen, wenn Sie von Scampi sprechen und schreiben. 

Schlüsselwörter: Die Bezeichnung Scampi stammt aus der italienischen Sprache und es werden damit kleine Krebse benannte. Das Wort stellt bereits die Mehrzahl dar, diese kann nicht noch weiter pluralisiert werden. Korrekt ist es, in der Einzahl von Scampo zu sprechen, dies ist allerdings hier in Deutschland und überhaupt in der deutschen Sprache kaum gebräuchlich. 

Schmant 
Kaum jemand weiß, worum es geht, wenn vom Schmant die Rede ist. Die eigentlich richtige Schreibung wird als falsch angesehen und es wird allerorts vom Schmand gesprochen. 

Schlüsselwörter: Richtig ist die Schreibweise mit einem „t“ am Ende. Doch die Lebensmittelhersteller sind allesamt dazu übergegangen, vom Schmand mit „d“ zu reden und es so auszuweisen. Im Duden findet sich daher eine mögliche Einigung und hier ist von einer landschaftlichen Schreibung für Schmant die Rede, wenn das Wort wieder einmal mit „d“ auftaucht.



    Hinweis auf den Datenschutz

    Wir, die Firma lektorat.de Infosysteme, Jürgen Busch, Burgwedelkamp 17 a, D-22457 Hamburg, nehmen den Schutz Ihrer persönlichen Daten sehr ernst und halten uns strikt an die Regeln der Datenschutzgesetze.

    Diese Website benutzt Google Analytics, einen Webanalysedienst der Google Inc. („Google“) Google Analytics verwendet sog. „Cookies“, Textdateien, die auf Ihrem Computer gespeichert werden und die eine Analyse der Benutzung der Website durch Sie ermöglicht.

    Die durch den Cookie erzeugten Informationen über Ihre Benutzung diese Website (einschließlich Ihrer IP-Adresse) wird an einen Server von Google in den USA übertragen und dort gespeichert. Google wird diese Informationen benutzen, um Ihre Nutzung der Website auszuwerten, um Reports über die Websiteaktivitäten für die Websitebetreiber zusammenzustellen und um weitere mit der Websitenutzung und der Internetnutzung verbundene Dienstleistungen zu erbringen.

    Auch wird Google diese Informationen gegebenenfalls an Dritte übertragen, sofern dies gesetzlich vorgeschrieben oder soweit Dritte diese Daten im Auftrag von Google verarbeiten. Google wird in keinem Fall Ihre IP-Adresse mit anderen Daten der Google in Verbindung bringen. Sie können die Installation der Cookies durch eine entsprechende Einstellung Ihrer Browser Software verhindern; wir weisen Sie jedoch darauf hin, dass Sie in diesem Fall gegebenenfalls nicht sämtliche Funktionen dieser Website voll umfänglich nutzen können. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Bearbeitung der über Sie erhobenen Daten durch Google in der zuvor beschriebenen Art und Weise und zu dem zuvor benannten Zweck einverstanden.

    Wenn Sie dies nicht wünschen, erfahren Sie in diesem Artikel "Schutz vor Tracking", wie Sie Cookies am Ende einer Sitzung automatisch zur Löschung bringen können. Falls Sie Fragen hierzu haben, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf: 
    info@lektorat.de.

    Wir greifen auf Drittanbieter zurück, um Anzeigen zu schalten, wenn Sie unsere Website besuchen. Diese Unternehmen nutzen möglicherweise Informationen (dies schließt nicht Ihren Namen, Ihre Adresse, E-Mail-Adresse oder Telefonnummer ein) zu Ihren Besuchen dieser und anderer Websites, damit Anzeigen zu Produkten und Diensten geschaltet werden können, die Sie interessieren. Falls Sie mehr über diese Methoden erfahren möchten oder wissen möchten, welche Möglichkeiten Sie haben, damit diese Informationen nicht von den Unternehmen verwendet werden können, klicken Sie hier:http://www.google.de/privacy_ads.html